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Das besondere Dokument - 2012/3

Der Pianist Moriz Rosenthal

150. Geburtstag am 18. Dezember 2012



Kurzinformationen

Foto: Moriz Rosenthal

Moriz Rosenthal
Foto: Library of Congress / Bain News Service

  Pianist
  • geboren am 18. Dezember 1862 in Lemberg, Polen
  • gestorben am 03. September 1946 in New York, USA

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

5 Hörzitate bei den Dokumenten


Der Pianist Moriz Rosenthal gilt als einer der großen Klaviervirtuosen seiner Zeit und vereint in sich zwei Traditionen des Klavierspiels im 19. Jahrhundert: Die Chopin-Tradition und die Liszt-Tradition. Rosenthals erster Lehrer, Karol Mikuli, war Direktor des Konservatoriums Lemberg und Schüler von Frédéric Chopin. Er unterrichtete Rosenthal in den Chopin'schen Spieltechniken des Legato- und Rubato-Spiels sowie des weichen Anschlags und der fließenden Phrasierung. Bei seinem zweiten Lehrer, dem Liszt-Schüler Rafael Jossefy, bei dem er in Wien Unterricht nahm, studierte Rosenthal das Liszt'sche semi-staccato-Spiel und den brillanten Klang. In Wien lernte Moriz Rosenthal Franz Liszt selbst kennen und wurde in den Jahren 1877-1878 in dessen Schülerkreis aufgenommen.
Neben seiner musikalischen Laufbahn, die ihn unter anderem zu insgesamt 12 gefeierten Tourneen in den USA führte, war Rosenthal ein Mann von universaler Gelehrtheit. Er unterbrach seine Karriere, um in Wien Philosophie, Ästhetik und Musikgeschichte zu studieren. Daneben verfasste er das Lehrbuch "Schule des höheren Klavierspiels" (Berlin 1892) sowie eine unveröffentlichte Autobiographie.

Aufnahmen von Rosenthals Klavierspiel entstanden erst ab 1924, also relativ spät in dessen Karriere. Sowohl Aufnahmen von Klavierrollenaufzeichnungen als auch originale Schallplattenaufnahmen Rosenthals sind am Deutschen Rundfunkarchiv in der Tonträgersammlung überliefert.


Aufnahmen

 

 

Stand: 26. November 2012
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