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Das aktuelle Ereignis

Die Volkskammer beschließt den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik (23.08.1990)

20. Jahrestag am 23. August 2010



Kurzinformationen

Foto: 30. Tagung der 10. Volkskammer der DDR vom 23.08.1990, Volkskammerpräsidentin Sabine Bergmann-Pohl mit dem Abstimmungsergebnis
30. Tagung der 10. Volkskammer der DDR vom 23.08.1990, Sabine Bergmann-Pohl mit dem Abstimmungsergebnis
Screenshot: DRA
 

Hörzitat 1 (1'38'') aus:
Dokument DRA Babelsberg 136280

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Hörzitat 2 (1'30") aus:
Dokument DRA Babelsberg 136280

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Die 10. Volkskammer der DDR hatte in ihrer nur rund sechsmonatigen Legislaturperiode 1990 ein enormes Arbeitspensum zu bewältigen. Inhalt langwieriger Debatten des DDR-Parlaments war unter anderem der Fahrplan zur deutschen Einheit. Mit dem Wahlerfolg der "Allianz für Deutschland" bei den Volkskammerwahlen am 18. März 1990 war der Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland nach Art. 23 GG vorbestimmt. Die andere Möglichkeit, die Einheit Deutschlands herzustellen, hätte in einer neuen, gesamtdeutschen Verfassung nach Art. 146 des Grundgesetzes bestanden.
Im August 1990 stand der Beitrittstermin im Zentrum der parlamentarischen Debatten. In der 30. Volkskammertagung, einer Sondersitzung, die am 22. August um 21 Uhr begann und erst in den frühen Morgenstunden des 23. Augusts endete, beschloss die Volkskammer den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes nach Art. 23 mit 294 Ja- und 62 Nein-Stimmen bei sieben Enthaltungen. Um 2.30 Uhr konnte Volkskammerpräsidentin Sabine Bergmann-Pohl das Abstimmungsergebnis schließlich verkünden. In einer persönlichen Erklärung äußerte Gregor Gysi (PDS) im Anschluss sein Bedauern über die Art und Weise der Beschlussfassung und den Weg zur deutschen Einheit.

 


Aufnahmen

 

Stand: 22. Juli 2010
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