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Das aktuelle Ereignis

Letzter Sendetag von Hörfunk und Fernsehen der DDR
(31. Dezember 1991)

20. Jahrestag am 31. Dezember 2011



Kurzinformationen

Scan: Wortlaut Artikel 36 Einigungsvertrag
Wortlaut Artikel 36 Einigungsvertrag
    Hörfunk der DDR
  • 13. Mai 1945
  • 31. Dezember 1991
 
Fernsehen der DDR
  • 21. Dezember 1952
  • 31. Dezember 1991

 

 

 

Hörzitat (0'43") aus: Dokument
DRA Babelsberg B012727261



Am Dienstag, 31. Dezember 1991, sendeten die Hörfunk- und Fernsehsender der DDR zum letzten Male. Mit diesem Datum vollendete sich der bisher wohl tiefgreifendste Einschnitt in die deutsche Rundfunkgeschichte. An die Stelle des fast 40 Jahre zentral gelenkten, staatlich reglementierten Hörfunk- und Fernsehapparates der DDR trat eine neue Ordnung unabhängiger Sender in Verantwortung der neuen Bundesländer. Die Einrichtung, in der gemäß Artikel 36 Einigungsvertrag alle Hörfunk- und Fernsehsender der DDR zusammengefasst worden waren, wurde zum Ende des Jahres 1991 aufgelöst. Das Silvesterprogramm aus Berlin-Adlershof, dem Sitz des Deutschen Fernsehfunks, und aus Berlin-Oberschöneweide, dem Funkhaus in der Nalepastraße, war zugleich ein Abschied.

An der Spitze der Einrichtung stand Rudolf Mühlfenzl (1919 – 2000), der von der Bundesregierung berufene Rundfunkbeauftragte. Nach Artikel 36 Einigungsvertrag hatte Mühlfenzl drei Aufgaben zu bewältigen: Sicherstellung der Programmversorgung bis 31.12.1991, Auflösung der Einrichtung und Überführung in neue Strukturen. Dies waren die gesetzlichen Vorgaben, die einen Prozess in Gang setzten, der vor allem von Betroffenen unter dem Schlagwort "Abwicklung" zusammengefasst wurde. Die Rundfunklandschaft im Osten Deutschlands gestaltete sich neu – mit vielfältigen Auswirkungen auch auf den Westen.


Aufnahmen

 

Stand: 28. November 2011
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