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Das aktuelle Ereignis

Todestag von Heinrich von Kleist (21. November 1811)

200. Todestag am 21. November 2011



Kurzinformationen

Gemälde/Porträt: Heinrich von Kleist

Heinrich von Kleist, 1801
Dresden, Sammlung Otto Krug /
Wikimedia Commons

  Schriftsteller
  • geboren am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder
  • gestorben am 21. November 1811 am  Wannsee

Hörzitat 1 (0'54") aus: Dokument
DRA Frankfurt B013152285


Hörzitat 2 (2'04") aus: Dokument
Frankfurt B003851797


Hörzitat 3 (1'27") aus: Dokument
Babelsberg B015524825



 


Am Morgen des 21. November 1811 schrieb der Dichter Heinrich von Kleist in einem Brief an seine Schwester Ulrike: "Du hast an mir getan, ich sage nicht, was in Kräften einer Schwester, sondern in Kräften eines Menschen stand, um mich zu retten: die Wahrheit ist, dass mir auf Erden nicht zu helfen war."
Wenige Stunden später hat er vor den Toren von Berlin, am Wannsee, Henriette Vogel und sich selbst gewaltsam aus dem Leben gebracht. Er hinterließ ein irritierendes, ein verstörendes Werk: Dramen, Erzählungen, Anekdoten und Fabeln, Gedichte und Epigramme,  Essays. Sein "Michael Kohlhaas" ist geradezu sprichwörtlich geworden.
Kleist hat in einer Epoche gelebt und geschrieben, die den nationalen und nationalistischen Deutschen als die Zeit von "Deutschlands tiefster Erniedrigung" galt. Die Spuren, die diese Jahre in Kleists Werk hinterließen, haben dazu geführt, dass es, wie neben ihm wohl nur die Texte Friedrich Hölderlins, als nationales Zeugnis interpretiert werden konnte. So hatten denn vor allem die Dramen "Die Hermannsschlacht" und besonders "Prinz Friedrich von Homburg" Konjunktur. Aber auch bei seinen scheinbar harmloseren Lustspielen "Der zerbrochene Krug" und "Amphitryon" hat es mehr als anderthalb Jahrhunderte gedauert, bis man darin die Dramen der Identität wahrgenommen hat.

Das deutsche Rundfunkarchiv verfügt in seinen Beständen über Ton- und Bewegtbild-Dokumente, die die Interpretation des Kleistschen Werkes von den 20ern bis in die 30er Jahren, aber auch seine Rezeption in der DDR, illustrieren.


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Stand: 18. Oktober 2011
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