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Das aktuelle Ereignis

Erstes Radio-Wunschkonzert zugunsten des Winterhilfswerks 1936/37 (24.10.1936)

75. Jahrestag am 24. Oktober 2011



Kurzinformationen

Foto: 14. Wunschkonzert im Berliner Haus des Rundfunks am 27. März 1938: Heimatspielschar Reichenau singt das Oberlausitzlied

14. Wunschkonzert im Berliner Haus des Rundfunks am 27. März 1938: Heimatspielschar Reichenau singt das Oberlausitzlied
Foto: DRA / Valentin Kubina


 

Hörzitat (1'39") aus:
Dokument
DRA Frankfurt B003851132



Foto: Zuschrift eines jungen Hörers an das Wunschkonzert 1938

Zuschrift eines jungen Hörers an das Wunschkonzert 1938
Foto: DRA

Das Wunschkonzert für das Winterhilfswerk ist der unmittelbare Vorläufer des noch bekannteren Wunschkonzerts für die Wehrmacht. Es enthält schon die wesentlichen Merkmale der späteren Veranstaltungen: Populäre Künstler, populäre Musik, Rezitationen und heitere Einlagen im kurzweiligen Wechsel, die Erfüllung von Hörerwünschen gegen Spendenzusagen, Verlesung einzelner Zuschriften und Liveübertragung mit Hörerbeteiligung am Veranstaltungsort, dem großen Saal im Berliner Haus des Rundfunks.

Unter der Leitung von Heinz Goedecke entwickelt sich ein innovatives Hörfunkformat, das die Ziele der NS-Propaganda perfekt bedient: ein hohes Maß an Hörerbindung und Gemeinschaftsstiftung, zunächst unter der Leitidee des volkssozialistischen Hilfswerks, später dann als Verbindung zwischen Front und Heimat. Die Sendereihe ist so erfolgreich, dass ihre Herstellung, das "making of", selbst zum Teil der Inszenierung werden kann und die Popularität nochmals steigert: Berge von Post in den Bildberichten der Programmpresse, das Buch zur Sendereihe und schließlich der Film, in dem Heinz Goedecke sich als Programmchef und Moderator selbst spielt.

Das Wunschkonzert für das Winterhilfswerk vom 24.10.1936 ist das erste in der Reihe regelmäßiger Veranstaltungen in den Winterhalbjahren 1936/37 bis 1938/39. Zwei Vorläuferkonzerte waren am 13. und 26. Januar 1936 vorausgegangen. Mit Kriegsbeginn wird die Reihe zum Wunschkonzert für die Wehrmacht umgewidmet. Ab dem 1.10.1939 finden die Konzerte zunächst zweimal wöchentlich statt, ab Anfang 1940 dann wöchentlich. Nach der 75. Folge am 25. Mai 1941 und Beginn des Russlandfeldzugs wird die Reihe im Herbst 1941 nicht wieder aufgenommen und durch andere Formen von Unterhaltungssendungen, z.T. ebenfalls mit Hörerbeteiligung ersetzt.

Die Tonüberlieferung zum Wunschkonzert ist dürftig, vollständige Sendungen sind überhaupt nicht erhalten. Ein größerer, für die Pressebegleitung aufgenommener Fotobestand illustriert lebhaft die Menge der in den Jahren 1938 bis 1941 aufgetretenen Künstler.


Aufnahmen

 

Stand: 4. Okotber 2011
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