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Das aktuelle Ereignis

Grundsteinlegung für die Wohnungen in der Stalinallee (03.02.1952)

60. Jahrestag am 03. Februar 2012



Kurzinformationen

Foto: Wohnblöcke des "Nationalen Aufbauprogramms"  an der Stalinallee in Berlin 1952
Berlin, Stalinallee 1952: Wohnblöcke des "Nationalen Aufbauprogramms" im Bau
Foto: DRA/Lothar Scherwinka
 

Hörzitat 1 (2'42") aus: Dokument
B012756093 DRA Babelsberg


Hörzitat 2 (1'22") aus: Dokument
DRA Babelsberg B012757057



Am 3. Februar 1952 wurde in Ost-Berlin für den ersten Wohnblock in der Stalinallee, den Block E-Süd, im Beisein von Oberbürgermeister Friedrich Ebert und Ministerpräsident Otto Grotewohl der Grundstein gelegt. Es sollte der erste Wohnblock werden für die erste sozialistische Straße in Berlin, ein Symbol der Politik des Friedens und der Hebung des Wohlstandes des ganzen Volkes, ein Zeichen für den Wiederaufbau eines einheitlichen Deutschlands, so Wilhelm Pieck in seiner Rede am 14. Juli 1952 beim Richtfest der ersten drei Wohnblöcke der Stalinallee zu Ehren der II. Parteikonferenz der SED.

Dem voran gegangen war am 25. November 1951 die Veröffentlichung eines Aufrufs des ZK der SED "Für den Aufbau Berlins!". Damit startete Anfang Januar 1952 das "Nationale Aufbauprogramm" Berlin, mit dem der Aufbau Berlins in kürzester Zeit realisiert werden sollte. Tausende freiwillige Aufbauhelfer aus Berlin leisteten unentgeltliche Arbeit, um das Gelände an der Stalinallee zu enttrümmern. Bauarbeiter aus Berlin und der ganzen DDR kamen, um an den Bauten in der Stalinallee mitzuarbeiten. Schon ein Jahr später zogen Bauarbeiter, Aktivisten der ersten Stunde und "Bestarbeiter" aus Berliner Betrieben in die ersten fertigen Wohnungen ein.

Am architektonischen Stil der Straße scheiden sich noch heute die Geister: was die Einen in höchsten Tönen loben, ist für die Anderen monumentaler Kitsch.

Nach der Wende sah man die im November 1961 mit Beendigung des Stalinkults in Karl-Marx-Allee umbenannte Straße schon zum "Kudamm des Ostens" avancieren, doch eine Shopping-Meile ist sie bis heute nicht geworden. Nach Sanierung und Denkmalschutz-Maßnahmen sind die Wohnungen auch heute noch begehrt.

 


Aufnahmen

 

 

Siehe auch die DRA-CD:

CD-Cover Stalinallee – Stalinstadt
erschienen in der Reihe "Stimmen des 20. Jahrhunderts".
Eine Produktion des Deutschen Historischen Museums Berlin und des Deutschen Rundfunkarchivs Frankfurt/M. und Potsdam - Babelsberg

 

Stand: 25. Januar 2012
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