[an error occurred while processing this directive]
 

Das aktuelle Ereignis

Egon Bahr prägt den Begriff "Wandel durch Annäherung" (15.07.1963)

50. Jahrestag am 15. Juli 2013



Kurzinformationen

Foto: Verhandlungen zum Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik und der 
DDR am 13. September 1972 in Ost-Berlin unter Egon Bahr (3. v.r.) und Michael Kohl  
Verhandlungen zum Grundlagenvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR am 13. September 1972 in Ost-Berlin unter Egon Bahr (3. v.r.) und Michael Kohl (3. v.l.)
Foto: Bundesarchiv, Bild 183-L0913-027 / CC-BY-SA, Fotograf: Mittelstädt

 

Hörzitat 1 (1'36") aus: Dokument
DRA Babelsberg K001871655


Hörzitat 2 (1'00") aus: Dokument
DRA Frankfurt K001206715


In seinem Vortrag auf einer Tagung der Evangelischen Akademie im bayerischen Tutzing formuliert Egon Bahr, SPD-Politiker und Mitarbeiter von Willy Brandt, am 15. Juli 1963 den Begriff "Wandel durch Annäherung" als Leitidee für eine neue Ostpolitik. Diese soll die Spaltung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg, die durch den Mauerbau vom 13. August 1961 noch vertieft wurde, in kleinen Schritten nach und nach überwinden helfen. Die während der Adenauerzeit vorrangige Westintegration der Bundesrepublik soll dadurch nicht in Frage gestellt werden; die Außenpolitik der späteren sozial-liberalen Koalition ab 1969 erhält durch die Ostpolitik aber doch einen neuen Akzent und ist in ihren Zielen wie ihrer Wirkung zu ihrer Zeit umstritten. Erste Ergebnisse der neuen Ostpolitik sind die Grundlagenverträge mit der Sowjetunion (1970), Polen (1970), der DDR (1972) und der Tschechoslowakei (1973).
Bahr hat 1963 nicht absehen können, welche Karriere seine Formulierung "Wandel durch Annäherung" machen würde. Durch eine kurzfristige Programmänderung fiel sein Beitrag vor den von Willy Brandt und erhielt eine so nicht vorgesehene Aufmerksamkeit. Tonaufnahmen von der Tagung selbst sind nicht bekannt.

 


Aufnahmen

 

Stand: 1. Juli 2013
[an error occurred while processing this directive]