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Das aktuelle Ereignis

Geburtstag von Anny Schlemm (22.02.1929)

85. Geburtstag am 22. Februar 2014



Kurzinformationen

Foto: Anny Schlemm während der Aufführung von Ritter Blaubart aus dem Jahr 1973

Szenenfoto aus "Ritter Blaubart", 1973. Auftragsproduktion DEFA Studio / Spielfilme für Deutschen Fernsehfunk
Foto: Deutsches Rundfunkarchiv / Herbert Kroiß

  Kammersängerin
  • geboren am 22. Februar 1929 in Neu-Isenburg

Hörzitat 1 (2'42"): "Ach ich weiß ja nicht mehr, was ich tue",
aus Dokument DRA Frankfurt K362280

Hörzitat 2 (2'45"): "Ich bin beseelt",
aus Dokument DRA Frankfurt K370178

Hörzitat 3 (1'26"): Anny Schlemm gratuliert
Walter Felsenstein,
aus Dokument DRA Babelsberg K1966589



Zerlina, Cherubino, Ännchen, die Micaëla ... - die Aufzählung der Rollen, die Anny Schlemm im Laufe ihrer Bühnenkarriere darstellte, ist immens. Mehr als 135 Partien sang die in Neu-Isenburg geborene Opernsängerin, darunter natürlich die Paraderollen für Sopranistinnen und - nach ihrem Wechsel ins tiefere Fach - wichtige Mezzo- und Alt-Partien wie die Klytämnestra in Strauss' "Elektra". Bereits 1946 debütierte Anny Schlemm - parallel zu ihrer Gesangsausbildung - am Landestheater in Halle, dessen Ehrenmitglied sie ist. Wenige Jahre später folgte die Verpflichtung an die Komische Oper Berlin, wo sie in den vielbeachteten Inszenierungen Walter Felsensteins nicht nur als Solistin glänzte, sondern auch ihr großes darstellerisches Talent entwickeln konnte. Ihrer hessischen Heimat blieb Anny Schlemm stets verbunden. Neben ihrem Engagement in Berlin wurde sie 1952 festes Ensemblemitglied am Opernhaus Frankfurt; die Ernennung zur Kammersängerin erfolgte 1963. Der Anny-Schlemm-Preis für junge Sängerinnen wird seit 2011 von ihrer Geburtsstadt zusammen mit der Oper Frankfurt vergeben. Engagements und Gastspiele führten sie im Laufe ihrer Bühnentätigkeit über die großen europäischen Opernhäuser bis hin nach Toronto und San Francisco. Anny Schlemms Name ist untrennbar mit der Partie der Boulotte aus Jacques Offenbachs "Ritter Blaubart" verbunden, die sie in 275 Aufführungen an verschiedenen Opernhäusern verkörperte. Die Opernsängerin wurde nicht nur wegen ihrer wunderbaren Stimme, sondern auch für ihre schauspielerischen Leistungen hoch geschätzt. Dies fand nicht zuletzt in der Verleihung des Joana-Maria-Gorvin-Preises seinen Ausdruck, den sie im Jahre 2000 erhielt.

Die im Deutschen Rundfunkarchiv vorhandenen Aufnahmen reichen zurück bis in die Schellackära. Hervorzuheben sind die Fernseh- und Hörfunkproduktionen des ehemaligen Rundfunks und Fernsehens der DDR, an denen Anny Schlemm unter Walter Felsenstein mitwirkte.

 


Aufnahmen


Fernsehdokumente

 

Stand: 6. Februar 2014
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