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Das aktuelle Ereignis

Geburtstag von Guido Masanetz (17.05.1914)

100. Geburtstag am 17. Mai 2014



Kurzinformationen

Foto: Guido Masanetz, 1987

Guido Masanetz, 1987
Foto: Deutsches Rundfunkarchiv / Werner Popp

  Komponist
  • geboren am 17. Mai 1914 in Friedeck, Schlesien (heute Frýdek-Místek, Tschechien)

 
 

Hörzitat 1 (3'38"): "Seemann, hast du mich vergessen", aus:Dokument
DRA Babelsberg K854554


Hörzitat 2 (1'08"): Guido Masanetz im Interview mit Rolf Krickow über seine Vielseitigkeit als Komponist, aus: Dokument
DRA Babelsberg K1252256



"Seemann, hast du mich vergessen?" singt die Kellnerin Virginia in Guido Masanetz' bekanntestem Werk "In Frisco ist der Teufel los". Nein, das hatte der Seemann nicht, und genauso war die Operette aus dem Jahr 1963, die das erfolgreichste Stück ihrer Gattung in der DDR war, durch Inszenierungen auf beinahe allen Bühnen der DDR sowie auf zahlreichen in mit der DDR verbündeten Staaten bis in die 1980er-Jahre alles andere als vergessen. Der Komponist begann seine Laufbahn als Stummfilmpianist und erhielt eine musikalische Ausbildung zum Konzertpianisten. Nach einem Studium der Musiktheorie und Komposition in Pilsen wirkte er am Stadttheater Brünn, nach dem Zweiten Weltkrieg als Kapellmeister am Stadttheater Zittau. Von 1951 bis 1955 war Guido Masanetz musikalischer Oberleiter des Staatlichen Volkskunstensembles der DDR, für das er Tanzspiele und Folklorebearbeitungen schuf. Danach war er als freischaffender Komponist sowie als freier Mitarbeiter des Erich-Weinert-Ensembles tätig. Die Operette "In Frisco ist der Teufel los" erschien 1958 in einer ersten Fassung unter dem Titel "Wer braucht Geld?" am Metropol-Theater Berlin, bevor sie dann 1963 ebendort in der weitaus erfolgreicheren überarbeiteten Version seine Uraufführung erlebte. Das Musiktheater und die Adaption von Folklore sind die beiden Schwerpunkte in Guido Masanetz' Werk und finden ihre Synthese in seinen musikdramatischen Werken: Charleston, Blues und Rumba sind in "In Frisco ist der Teufel los" zu hören, südamerikanisches Kolorit in der Oper "Sprengstoff für Santa Ines" aus dem Jahr 1973, indische Folklore in der Operette "Vasantasena" aus dem Jahr 1978. Guido Masanetz komponierte für das Metropol-Theater Berlin bis zu dessen Schließung 1998 und stand dort regelmäßig am Dirigentenpult. Bis ins hohe Alter ist Guido Masanetz aktiv: 2004 dirigierte er 90-jährig das Deutsche Filmorchester Babelsberg mit seinem Evergreen "Bunte Lampions" bei den Elblandfestspielen in Wittenberge.

Im Deutschen Rundfunkarchiv sind umfangreiche Bestände zu Leben und Werk von Guido Masanetz überliefert. Sie umfassen Musikaufnahmen aus allen Bereichen seines kompositorischen Schaffens: Musiktheater, politisches Lied, Schlager, Orchesterwerke, Bearbeitungen, Tanzspiele, Musik für Schauspiel und Hörspiel, Musik für Sportveranstaltungen. Darüber hinaus sind Aufnahmen mit Guido Masanetz als Interpret, Rundfunk-Porträts und Interviews sowie Fernsehdokumente, die unter anderem seine Kompositionen für Fernsehproduktionen der verschiedenen Genres dokumentieren, vorhanden.

 


Aufnahmen


Fernsehdokumente

 

Stand: 7. Mai 2014
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