[an error occurred while processing this directive]
 

Das aktuelle Ereignis

Deutsche Einheit (03.10.1990)

25. Jahrestag am 3. Oktober 2015



Kurzinformationen

  Videozitat 1 (1'59")
aus: Dokument DRA Babelsberg FESAD IDNR 061348
 
 





 

Bundespräsident Richard von Weizsäcker am 03.10.1990 beim Staatsakt in der Berliner Philharmonie

 

Am 3. Oktober 1990 trat der "Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands" in Kraft und vollzog damit die rechtliche Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Bei einem Staatsakt in der Berliner Philharmonie hoben die Festredner, darunter Bundespräsident Richard von Weizsäcker (Videozitat 1), die Bedeutung dieses historischen Moments hervor.

Der Prozess der deutschen Wiedervereinigung hatte sich in einer rasanten Abfolge von Ereignissen vollzogen: Seit den nachweislich vom SED-Regime gefälschten Kommunalwahlen im Mai 1989 gewann die Protestbewegung in der DDR allmählich an Zulauf. Sichtbarster Ausdruck davon waren die Montagsdemonstrationen, auf denen am Ende Hunderttausende die Parole "Wir sind das Volk" skandierten und so maßgeblich den Fall der Berliner Mauer am 9. November mit herbeiführten. Nach den ersten freien Volkskammerwahlen am 18. März 1990 und dem Wahlerfolg der "Allianz für Deutschland" war der Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland nach Art. 23 GG vorbestimmt. Der Beschluss dazu erfolgte am 23. August in der Volkskammer. Zuvor war bereits am 1. Juli mit dem Staatsvertrag über eine Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion die wirtschaftliche und soziale Einheit hergestellt worden. Der Einigungsvertrag wurde von den Verhandlungsführern Wolfgang Schäuble (Bundesrepublik) und Günther Krause (DDR) am 31. August unterzeichnet und von den beiden deutschen Parlamenten am 20. September ratifiziert. Wichtige Voraussetzung für die Deutsche Einheit war die Unterzeichnung des Zwei-plus-Vier-Vertrages am 12. September, in dem die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs ihr Einverständnis gaben und durch den Deutschland seine volle Souveränität wiedererlangte.

Die Feierlichkeiten zur Deutschen Einheit am 2. und 3. Oktober 1990 waren von einer Welle der Euphorie getragen. Angesichts der gewaltigen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen, die es zu bewältigen galt, gab es jedoch sowohl in Teilen der Bevölkerung (Videozitat 2) als auch in politischen Kreisen Skepsis und Zweifel.

 

Videozitat 2 (0'39")
aus: Dokument DRA Babelsberg FESAD IDNR 121469
 
 




 

Umfrage am Vorabend des 3. Oktober 1990

 

 

Seit 1990 erinnert der "Tag der Deutschen Einheit" am 3. Oktober als Nationalfeiertag an das durch die friedliche Revolution in der DDR initiierte Ende des SED-Regimes und der über vier Jahrzehnte währenden Teilung Deutschlands.

 

 

Fernsehdokumente

 

Tondokumente

 

Stand: 28. September 2015
[an error occurred while processing this directive]