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Das aktuelle Ereignis

Geburtstag von Dizzy Gillespie (21.10.1917)

100. Geburtstag am 21. Oktober 2017



Kurzinformationen

Foto: Dizzy Gillespie, 1955
Dizzy Gillespie 1955
Foto: Carl Van Vechten/Library of Congress, via Wikimedia Commons
 

US-amerikanischer Jazzmusiker, Trompeter
und Komponist

  • geboren am 21. Oktober 1917 in Cheraw (USA, South Carolina)
  • gestorben am 6. Januar 1993 in Englewood (USA, New Jersey)

 

Hörzitat 1 (1'00) aus: Dokument
DRA Babelsberg KONF.1980074

Hörzitat 2 (1'04) aus: Dokument
DRA Babelsberg KONF.1163501

 

Zusammen mit Thelonious Monk und Charlie Parker war John Birks "Dizzy" Gillespie Anfang der 1940er Jahre Mitbegründer einer neuen Stilrichtung im Jazz, des Bebop, welcher wiederum als Ursprung des Modern Jazz gilt.

Am Anfang seiner musikalischen Laufbahn spielte er in diversen Amateurbands, bevor er auch in namhaften Swing-Bigbands von u. a. Cab Calloway, Earl Hines und Duke Ellington mitwirkte. Aus der Zusammenarbeit mit Thelonious Monk, Kenny Clarke und Charlie Parker im Jazzclub "Minton's Playhouse" in Harlem ab ca. 1941 entwickelte sich der Bebop. Auftritte mit Coleman Hawkins, Milt Jackson und John Coltrane folgten.

Zu seinem musikalischen Erbe als Komponist gehören u. a. die Jazzstandards "A night in Tunisia", "Groovin' high" und "Woody 'n you". "A night in Tunisia" wurde im Jahre 1942 komponiert. In dieser Zeit war Dizzy Gillespie Mitglied in der Band von Earl Hines. Der Titel entwickelte sich später zur Erkennungsmelodie von Gillespies Bebop-Big Band und zu einem in der Jazzszene gern bei Jam-Sessions gespielten Stück. Zu der bekanntesten Interpretation zählt eine Aufnahme mit dem Tenorsaxophonisten Charlie Parker. Auch auf der "Jazzbühne Berlin", einer Veranstaltung des Rundfunks der DDR in der Volksbühne, spielte Gillespie im Jahr 1981 den Jazzstandard mit seinem Quintett (Hörzitat 1).

Anlässlich dieses Auftritts stellte sich Dizzy Gillespie in einer Pressekonferenz den Fragen des Rundfunkmitarbeiters Jan Eick. In dem Interview äußert sich Gillespie zur Entstehung des Bebop und bringt seine Freude zum Ausdruck, mit den jungen Kollegen ebenso gerne zu musizieren wie mit den "älteren" Musikern, wobei er sich über die an ihn gestellte Frage amüsiert (Hörzitat  2).

Seine immer zu Späßen aufgelegte Art aufzutreten brachte ihm den Spitznamen "Dizzy" (Spinner). Optisch typisch für sein Trompetenspiel waren seine aufgeblasenen Wangen und der nach oben gebogene Schalltrichter der Trompete. Er gilt als einer der größten Jazzmusiker des 20. Jahrhunderts.

 
(Monika Fickert)

 

Tondokumente

 

Fernsehdokument

 

Stand: 11. Oktober 2017
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