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50. Todestag von Richard Strauss

Gedenktage zum Musikleben: 8. September 1999

 

Kurzinformationen

Zeichnung: Richard Strauss, der Bürger als Tondichter
 

Komponist
 

  • geboren am 11. Juni 1864 in München
  • gestorben am 8. September 1949 in Garmisch-Partenkirchen

Hörzitat (0'29") aus:
Dokument DRA Ffm 1631012R11


Aufnahmen von Richard Strauss
(42 Seiten, 198 KB)

 

 

 

 

Bild: Richard Strauss, der Bürger als Tondichter

Volltext


Richard Strauss – vor 135 Jahren in München geboren und vor 50 Jahren in Garmisch-Partenkirchen gestorben: an diesem zweifelsohne bedeutenden Komponisten und Musiker schieden sich schon immer die Geister, sowohl unter Musikliebhabern wie bei Fachleuten. Stoischer bajuwarischer Bazi oder weltgewandter Lebemann, für Kunst und Kommerz stets offener Musiker, frühreifes begabtes musikalisches Talent, das bereits im Vorschulalter Lieder, Klavierstücke und Orchesterouvertüren komponierte und sein Lebenswerk wieder mit kleineren Instrumentalstücken abschloß, von 1933 bis 1935 Präsident der Reichsmusikkammer und gleichzeitig Ignorant der Ausgrenzungspolitik der Nationalsozialisten, indem er intensiv mit Stefan Zweig zusammenarbeitete und auch seine halbjüdische Schwiegertochter fraglos akzeptierte, anerkannter Komponist und Dirigent, Schöpfer sowohl eindrucksvoller symphonischer Dichtungen wie auch (zunächst) ungewohnter, aber nichtsdestotrotz ausgesprochen erfolgreicher dramatischer Werke des Musiktheaters, aber auch von leichten, duftigen Kammermusikwerken und Liedern, kühner Revolutionär und / oder Traditionalist - die Figur des Richard Georg Strauss hat zahlreiche Facetten, und genau das zeichnet diese überragende Musikerpersönlichkeit des ausgehenden 19. bzw. 20. Jahrhunderts aus. "Es steht alles drin; der Dirigent hat nichts hinzuzufügen" und "Sie brauchen nicht zu spielen, was da steht, Hauptsache, es klingt so" – diese überlieferten Sätze von Strauss verdeutlichen sowohl seine Kompositionsästhetik wie auch die Grundlage seiner Interpretationspraxis. In jedem Fall war Richard Strauss, wie Oscar Bie es einmal formulierte, ein "Reizmensch" im vielfachen Sinn des Wortes, menschlich und musikalisch.

In den Beständen des DRA spiegelt sich die ganze Komplexität dieses Komponisten und Dirigenten wider. Hier als Beispiel die von Strauss 1906 auf einem Welte-Mignon-Flügel eingespielte
Hörzitat (0'29''): "Träumerei" aus den "Stimmungsbildern", op. 9
aus: DRA Ffm 1631012R11; 3'05".

Diese und alle weiteren im Deutschen Rundfunkarchiv vorhandenen
Aufnahmen von Richard Strauss sind in einer PDF-Datei (42 Seiten, 198 KB) aufgelistet.
Für journalistische, wissenschaftliche und kulturelle Zwecke können hiervon Umschnitte im DRA bestellt werden.

Stand: 8. September 1999
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