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50. Todestag von Heinrich Schlusnus

Gedenktage zum Musikleben: 6. August 2002

 

Kurzinformationen

Foto:Portrait von Heinrich Schlusnus
 

Opernsänger
 

  • geboren am 6. August 1888 in Braubach
  • gestorben am 18. Juni 1952 in Frankfurt am Main

Hörzitat (4'06") aus:
Dokument DRA 194-1638


Aufnahmen von Heinrich Schlusnus
(24 Seiten, 56 KB)

 

 

Bild: Heinrich Schlusnus

Volltext


Heinrich Schlusnus gehörte zu den bedeutendsten Opern- und Liedsänger Deutschlands in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts.
Schlusnus arbeitete zunächst als Postbeamter in Koblenz und Frankfurt am Main, liess sich aber gleichzeitig seine Stimme ausbilden. Er debütierte 1915 an der Oper von Hamburg, begründete seinen Ruf als Baritonist in Nürnberg und wurde von dort 1917 als Kammersänger an die Berliner Hofoper berufen. Auf der Bühne galt Heinrich Schlusnus als vortrefflicher Verdi-Interpret. Im Rahmen der Verdi-Renaissance der 20er Jahre sang er in vielen Opern Partien wie den Rigoletto, Grafen Luna, den Germont sr. und den Don Carlos.

"Aber die Stimme! Ein einziges Schwelgen in Schönheit des Klanges, in Kultur der Linie, in der unerschöpflichen Fülle des samtenen Organs", schreibt der Scheinwerfer 1926 über die Aufführung von Verdis "Othello" an der Berliner Staatsoper.
1918 gab Schlusnus im Berliner Blüthner-Saal seinen ersten Liederabend und galt bald als der bedeutendste deutsche Liedinterpret seiner Generation.
Auch nach dem zweiten Weltkrieg begeisterte er in Deutschland und im Ausland sein Publikum, vor allem durch seinen Liedvortrag. Zuletzt gastierte Schlusnus im Juni 1950 wieder auf der Bühne der Städtischen Oper in Berlin, stürmisch gefeiert, u.a. als Posa in "Don Carlos". Seinen letzten Liederabend gab Schlusnus 1951.

In den Beständen des Deutschen Rundfunkarchivs befindet sich u.a. eine Aufnahme des Liedes
Hörzitat (4'06''): "Alinde" von Franz Schubert aus dem Jahr 1942; begleitet wird Heinrich Schlusnus von Sebastian Peschko.
[DRA 194-1638]

Diese und weitere Aufnahmen von Heinrich Schlusnus sind in einer PDF-Datei (24 Seiten, 56 KB) zusammengestellt. Für journalistische, wissenschaftliche und kulturelle Zwecke können hiervon Umschnitte im DRA bestellt werden.

Stand: 6. August 2002
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