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100. Geburtstag von Emanuel Feuermann

Gedenktage zum Musikleben: 22. Nobember 2002

 

Kurzinformationen

Foto: Portrait von Emanuel Feuermann mit Cello
 

Cellist
 

  • geboren am 22.11.1902 in Kolomyja
  • gestorben am 25.05.1942 in New York

Hörzitat (2'09") aus:
Dokument DRA B003141657


Aufnahmen von Emanuel Feuermann
(7 Seiten, 37 KB)

 

 

Bild: Emanuel Feuermann

Volltext


Als einer der bedeutendsten Cellisten des 20. Jahrhunderts gilt Emanuel Feuermann. Klangreinheit, genaue Phrasierung und eine deutliche Artikulation kennzeichnen seinen besonderen Stil. Der Vater - Geiger und Cellist - erteilte ihm den ersten Instrumentalunterricht; weitere Lehrer waren Friedrich Buxbaum, Anton Walter und Julius Klengel.

1914 debütierte Emanuel Feuermann offiziell mit den Wiener Philharmonikern unter Felix Weingartner. Bereits als Sechzehnjähriger wurde Feuermann auf Empfehlung Klengels zum Lehrer am Konservatorium in Köln berufen, parallel dazu wurde er Solocellist im Gürzenich-Orchester und Cellist des Gürzenich Quartetts von B. Eldering. Diese Funktion musste er jedoch 1923 angesichts seiner regen Konzerttätigkeit aufgeben, und er kehrte deshalb nach Wien zurück. Wenige Jahre später - 1929 - führte sein Weg erneut nach Deutschland, wo er Hugo Beckers Nachfolge an der Staatlichen Hochschule für Musik in Berlin übernahm.
1933 wurde Feuermann von den Nationalsozialisten seiner Lehrtätigkeit enthoben und musste seine Arbeit als Konzertmusiker in Deutschland einstellen. Tourneen, u.a. durch Südamerika, Asien und den Vereinigten Staaten folgten, wohin Feuermann 1938 endgültig emigrierte.

Aus der engen künstlerischen Zusammenarbeit mit Jascha Heifetz entstand 1939 in den Vereingten Staaten eine gemeinsame Aufnahme des Doppelkonzerts a-moll op. 102 für Violine, Violoncello und Orchester von Brahms unter der Leitung von Eugene Ormandy, die im Tonträgerbestand des Deutschen Rundfunkarchivs vorhanden ist. Besondere Erwähnung verdient auch die erste kommerzielle Aufnahme des Konzerts für Violoncello und Orchester op. 104 von Dvorak mit dem Orchester der Berliner Staatsoper unter der Leitung Michael Taubes aus den Jahren 1928/29.

Des weiteren befindet sich in den Beständen des Deutschen Rundfunkarchivs eine bezaubernde Aufnahme des
Hörzitat (2'09''): Tangos aus dem Zyklus Espaņa op. 165 für Klavier von Isaac Albéniz in einer Bearbeitung für Violoncello und Klavier. Feuermann wird hier von Gerald Moore begleitet.
[DRA B003141657]

Diese und andere in den Beständen des Deutschen Rundfunkarchivs befindlichen
Aufnahmen von Emanuel Feuermann sind in einer PDF-Datei (7 Seiten, 37 KB) zusammengestellt, und können für journalistische, wissenschaftliche und kulturelle Zwecke im DRA bestellt werden.

Stand: 22. Nobember 2002
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