[an error occurred while processing this directive]
 

100. Geburtstag von Peter Kreuder

Gedenktage zum Musikleben: 18. August 2005

 

Kurzinformationen

Komponist; Pianist; Dirigent

  • geboren am 18.8.1905 in Aachen (D)
  • gestorben am 28.6.1981 in Salzburg (A)


Hörzitat (1'37'') aus:
Dokument DRA Wiesbaden 2864354

Aufnahmen von Peter Kreuder (25 Seiten, 182 KB)

Volltext


Der Komponist, Pianist und Dirigent Peter Kreuder, der 1981 in Salzburg verstarb, hinterlässt der Nachwelt ein gewaltiges Oeuvre. Er komponierte ungefähr 1200 Schlager- und Chansonmelodien, von denen viele Evergreens wurden, und die Musik zu über 150 Tonfilmen.

Kreuders musikalische Begabung zeigte sich schon sehr früh, als Sechsjähriger trat er bereits als Solist in Mozarts A-Dur-Kavierkonzert im Kölner "Gürzenich" auf. Er studierte ab 1914 an der Klavierakademie von Prof. Hans Herrmann und erhielt weitere Ausbildung in der Meisterklasse der Berliner Akademie der Künste. 1924 beendete er seine Studien als Komponist, Dirigent und Pianist mit einem Examen an der Münchner Akademie der Tonkünste.
Danach hatte er leitende Positionen an verschiedenen Bühnen inne: Im Berliner "Rudolf-Nelson-Theater" (1926), den Wiener Kammerspielen, er war musikalischer Leiter an den "Max-Reinhard-Bühnen", 1931 Komponist der Kammerspiele im Schauspielhaus München bei Otto Falkenberg, sechs Jahre später wurde er Staatsmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoperette.

Den Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn stellte indessen seine Tätigkeit für den Tonfilm dar, besonders in den dreißiger Jahren. Er schrieb die Melodien für den Film "Mazurka", der als Welterfolg galt, für "Burgtheater" und für "Kora Terry". Die Stücke "Nur eine Stunde", "Sag beim Abschied leise Servus" oder "Für eine Nacht voller Seligkeit" entstammen diesen Produktionen und wurden zu Evergreens.
Zwar hatte Kreuder eine Vorliebe für Jazz, er spielte "nicht-arische" Komponisten wie Gershwin oder Holländer, dennoch blieb er als "Hit-Lieferant" im nationalsozialistischen Deutschland wohlgelitten. Daran änderte auch der Umstand nichts, dass er 1939 nach Schweden emigrierte und 1942 unfreiwillig nach Deutschland zurückkehrte.

Nach dem Krieg ging Kreuder nach Wien und nahm die österreichische Staatsbürgerschaft an, 1947 wurde er zum musikalischen Leiter der Radio-Stationen Sao Paolo – Rio de Janeiro – Buenos Aires berufen und lebte in den Folgejahren in Südamerika. 1955 kehrte er endgültig nach Europa zurück, wo er weiterhin Filmmusik und zahlreiche Operetten und Musicals schrieb.


Hier können Sie einen Ausschnitt aus einer 1943 ausgestrahlten Rundfunksendung Hörzitat (1'37''): "Rotes Licht für Peter Kreuder"
hören, in der der Komponist sich über die Tonfilme "Liebesgeschichten" und "Großstadtmelodie" äußert.
[DRA Wiesbaden 2864354]

Aufnahmen von Peter Kreuder
In den Beständen des Deutschen Rundfunkarchivs befindliche Aufnahmen von Peter Kreuder (25 Seiten, 182 KB) sind in einer PDF-Datei zusammengestellt, und können für journalistische, wissenschaftliche und kulturelle Zwecke im DRA bestellt werden.

Stand: 18. August 2005
[an error occurred while processing this directive]